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Krebsgesellschaft NRW ruft zum Hautkrebs-Check auf

Krebsgesellschaft NRW ruft zum Hautkrebs-Check auf

Autor: Krebsgesellschft NRW e.V.

Der nächste Sonnentag kommt bestimmt und wenn nicht, ist es bis zum nächsten Solarium meist nicht weit. Ein brauner Teint ist das ganze Jahr zu haben und gilt für viele Menschen immer noch als Schönheitsideal.

Düsseldorf, 25.08.2008 Doch ein allzu sorgloser Umgang mit Sonne und Solarium kann fatale Folgen haben. Immer mehr Menschen erkranken an Hautkrebs, der sich in vielen Erscheinungsformen zeigen kann. Die Neuerkrankungsraten für das maligne Melanom (schwarzer Hautkrebs) belaufen sich in Deutschland auf etwa 14.900 pro Jahr. Dazu kommen die Fälle von hellem Hautkrebs, der in Deutschland bislang noch nicht flächen-deckend erfasst wird. Große epidemiologische Studien gehen davon aus, dass jährlich etwa 120 von 100.000 Einwohnern an hellem Hautkrebs erkranken. Hier handelt es sich in rund 100 Fällen um das Basalzellkarzinom und in etwa 20 Fällen um das Plattenepithelkarzinom.

Um Aufmerksamkeit und ein Bewusstsein für die Gesundheit der Haut zu wecken, setzt die Krebsgesellschaft NRW in diesem Jahr auf nackte Tatsachen und Körperkunst. Das Motto „Mal´s Dir nicht schön. Mach den Hautkrebs-Check“ hat gleich mehrere Botschaften: Es appelliert an den bewussten Umgang mit der Haut und ruft sowohl zur regelmäßigen Selbstkontrolle als auch zum ärztlichen Hautkrebs-Check auf. Seit dem 1. Juli 2008 haben gesetzlich Versicherte ab dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre Anspruch auf eine fachliche HautkrebsSeite 2 von 2 Seiten Früherkennungsuntersuchung. Bei diesem „Screening“ werden die komplette Haut und die einsehbaren Schleimhäute auf Veränderungen hin unter die Lupe genommen. Berechtigt zur Durchführung der Untersuchung sind Haut- und Hausärzte (Praktische Ärzte, Allgemein-mediziner, Ärzte ohne Gebietsbezeichnung sowie Internisten), die eine entsprechende Weiterbildung vorweisen können.

Da die Kosten für die Früherkennungsuntersuchung von den Krankenkassen alle zwei Jahre und erst ab dem 35. Lebensjahr übernommen werden, empfiehlt die Krebsgesellschaft NRW die regelmäßige Selbstkontrolle der Haut. Bei auffälligen Pigmentmalen oder Veränderungen sollte auf jeden Fall ein Facharzt konsultiert werden.

Wird Hautkrebs frühzeitig erkannt, sind die Heilungschancen sehr gut. Ziel des Hautkrebs-Screenings ist es daher, möglichst viele Anspruchsberechtigte zu erfassen, um eventuelle Veränderungen der Haut zu schnell lokalisieren und so früh wie möglich zu behandeln.

Denn nur allzu oft bleiben die ersten Anzeichen einer Hautkrebserkrankung unentdeckt. Die neue Präventionskampagne bedient sich auf Poster und Infobroschüre zweier Motive, die vordergründig mit körperlicher Ästhetik und einer Tätowierung ins Auge fallen. Bei näherem Hinsehen, handelt es sich allerdings nicht nur um gestochene Farbe. Fazit: Nicht alles ist, wie es scheint und ein genauer Blick kann so manches früher erkennen.

Weitere Informationen zum Thema Hautkrebs sowie Tipps zum Selbst-Check gibt es unter
www.krebsgesellschaft-nrw.de/krebsvorsorge
oder im Ratgeber „Hautkrebs“. Spielerischen Umgang rund um den Schutz der Haut bietet zudem das Büchlein „Liebe Sonne“ für Kleinkinder. Beide Broschüren sowie die Poster können innerhalb Nordrhein-Westfalens kostenlos bei der Krebsgesellschaft NRW bestellt werden.

Düsseldorf, 26. Juni 2008

Kontakt:
Dinah Oelschläger
Krebsgesellschaft NRW
Tel. 0211-15 76 09 92
oelschlaeger@krebsgesellschaft-nrw.de
www.krebsgesellschaft-nrw.de

Zum Herunterladen:
Krebsgesellschaft_NRW_Hautkrebscheck.pdf (73KB)