Wahrscheinlicher Auslöser der Epidemie mit dem Erreger EHEC, einer besonders gefährlichen Form des Darmbakteriums Escherichia coli, ist ägyptischer Bockshornkleesamen. Im Frühjahr 2011 gab es immer mehr Menschen, die sich infiziert hatten: Der Erreger kann lebensbedrohliche Darmentzündungen mit blutigen Durchfällen und Nierenversagen hervorrufen (Hämolytisch-Urämischen Syndrom (Hus)).
Seit Juni ebbt die Epidemie ab, in einer Pressemitteilung vom 26. Juli 2011 gibt das Robert-Koch-Institut (RKI) Entwarnung. Obwohl der aktuelle Ausbruch eingedämmt ist, müsse mit weiteren EHEC-Erkrankungen gerechnet werden, so das RKI:
"Auch nach Beendigung des Ausbruchs sind weiterhin mehr Meldungen über EHEC-Infektionen zu erwarten als in vergleichbaren Vorjahreszeiträumen. Gründe hierfür sind die erhöhte Aufmerksamkeit für EHEC/HUS und eine vermehrt durchgeführte Diagnostik. Dabei ist es möglich, dass auch nach Ausbruchsende noch einzelne Infektionsfälle mit dem Ausbruchsstamm auftreten. Diese Infektionen können durch Ausscheider übertragen werden, auch wenn diese keine Symptome (mehr) haben. Die Übertragung kann direkt von Mensch zu Mensch (Schmierinfektion) oder durch Lebensmittel erfolgen, die von Ausscheidern kontaminiert wurden. Es gilt deshalb weiterhin der nachdrückliche Hinweis auf die Bedeutung einer konsequenten Einhaltung persönlicher hygienischer und lebensmittelhygienischer Maßnahmen." (Quelle: Pressemitteilung des RKI vom 26.07.2011)
Wie das funktioniert, zeigt die nachstehende Infobox.
EHEC - schützen ist einfach
1. HÄNDE WASCHEN (REGELMÄSSIG UND GUT!)
2. HYGIENE-REGELN BEACHTEN
Für Nachfragen im Zusammenhang mit dem Erreger EHEC (enterohämorrhagische Escherichia coli), wie beispielsweise zu möglichen Vorsorgemaßnahmen, die jeder Einzelne treffen kann bis hin zu Fragen nach Verzehrsempfehlungen, hat das Verbraucherschutzministerium eine Telefon-Hotline eingerichtet.
Auskunft gibt das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV NRW) bis auf Weiteres täglich an Werktagen von 09.00 bis 17.00 Uhr.
Telefonnummern: 02361/305-3055 und 02361/305-3056
Schriftliche Anfragen können an die E-Mail-Adresse poststelle@lanuv.nrw.de gestellt werden.
Die Informationen zu EHEC werden auf der LANUV-Homepage: http://www.lanuv.nrw.de ständig aktuell gehalten.
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