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Gesunder Schlaf

Informationen rund um den gesundem Schlaf, Schlafstörungen, Schnarchen. Adressen von Schlafmedizinern, Schlaflaboren und Schlafzentren.

Frisch und ausgeruht in den Tag starten – warum erholsamer Schlaf so wichtig ist

Ein Drittel seiner Zeit verbringt der Mensch im Schlaf. Der Schlaf ist ein Grundbedürfnis und wesentlich für die Erholung und die Leistungsfähigkeit am Tage. Gesund schlafen ist daher wichtig für die Gesunderhaltung des Körpers. Dabei folgt der erholsame Schlaf unterschiedlichen Schlafstadien (Leicht-, Tief- und Traumschlaf).

Verschiedene Aspekte bewirken, ob der Mensch gut schlafen kann und eine ungestörte Abfolge der Schlafstadien erfährt – oder ob er unter Schlafstörungen leidet:

Äußere Umstände

  • Schlafumgebung (Klima, Bett/Matratze, Geräuschkulisse, Lichteinfall)
  • Lebensweise (Stress, Medikamente, Genussmittel)

Innere Erkrankungen (Gesundheitszustand, psychische und neurologische Erkrankungsbilder).

Es gibt kein einheitliches Krankheitsbild für Schlafstörungen, hier werden generell folgende Gruppen unterschieden:

  1. Ein- und Durchschlafstörungen (Insomnie)
  2. Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus (durch Jet-lag, Schichtarbeit usw.)
  3. übermäßige Tagesschläfrigkeit (Hypersomnie)
  4. plötzliche Schlafanfälle (Narkolepsie)
  5. schlafgebundene Störungen wie Schlafwandeln, Zähneknirschen oder Alpträume (Parasomnie)

Warum kann ich nicht schlafen?

Es gibt vorübergehende Probleme wie Beziehungskonflikte, Krisen, Trauer oder Verlust des Arbeitsplatzes, auf die Menschen mit Schlafstörungen reagieren.


Die wichtigsten Ursachen für Schlafstörungen

  • nächtliche Atemstörungen (Schlafapnoe-Syndrom: Aussetzer der Atmung, lebensgefährlich)
  • krankhaftes Muskelzucken im Bereich der Beine (ruhelose Beine oder "Restless-legs"-Syndrom)
  • Überdosierung von Medikamenten oder Alkohol
  • Probleme im Magen-Darm-Trakt (z.B. chronischer Reflux, Verdauungsstörungen)
  • Schmerzen

Tipps - Selber für gesunden Schlaf sorgen

Durch einen regelmäßigen Ablauf oder Rituale wird die innere biologische Uhr im "richtigen Takt" gehalten.

  • regelmäßiger Tagesrhythmus (jeden Tag um dieselbe Zeit aufstehen)
  • regelmäßige Mahlzeiten
  • nur schlafen, wenn man wirklich müde ist, Mittagsschlaf immer zur selben Zeit (ideal: früher Nachmittag)
  • für Entspannung sorgen (z.B. Spaziergänge, ruhige Musik, keine erschöpfende / sportliche Aktivität in den Abendstunden)

Verzichten Sie speziell bei Einschlafstörungen eventuell auf

  • Mittagsschlaf
  • koffeinhaltige Getränke
  • späte, schwere Mahlzeiten
  • Rauchen und Alkohol (kann das Einschlafen erleichtern, aber der Schlaf ist weniger erholsam! Man wacht früher auf)
  • Wichtig: warme Füße! (Durchblutung anregen mit dicken Socken oder kalt-warmen Fußbädern)

Wer ist betroffen?

Viele Menschen klagen über Schlafbeschwerden. Schlechter Schlaf führt zu Übermüdung, mangelnder Konzentrationsfähigkeit und kann weitere Folgen nach sich ziehen, z.B. Überforderung oder Unfälle am Arbeitsplatz oder im Straßenverkehr. Vor allem werden mögliche gesundheitliche Risiken häufig nicht ernst genommen: Kopfschmerzen, Verspannungen, Bluthochdruck, Herz- Kreislaufbeschwerden und ein geschwächtes Immunsystem.

Rund 20 % der Bevölkerung leidet unter Schlafschwierigkeiten (Quelle: DGSM Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin ). Chronische Schlaflosigkeit wird nicht immer erkannt. Die Bundesärztekammer empfiehlt, bei ernsthaften, anhaltenden Schlafstörungen immer einen Arzt aufzusuchen. Sie rät ab von der Eigenbehandlung (insbesondere mit Schlafmitteln).

Wer hilft weiter?

Der gesunde Schlaf ist also ganzheitlich zu betrachten. Auf gesunden Schlaf spezialisierte Mediziner („Schlafmediziner“) sind häufig interdisziplinär ausgebildet. Fachrichtungen wie Pneumologie, Innere Medizin, Neurologie, Psychiatrie, HNO-Heilkunde, Pädiatrie, Physiologie, Psychologie, Biologie und andere Naturwissenschaftler.

Weiterführende Informationen finden Sie auf den Seiten der DGSM.

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